Blicke aus dem Koffer
Portraits
Menschen
Portraits – nicht gerade meine Stärke. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Diese Serie soll nach und nach erweitert werden. Bisher sind es für mich eher Schnappschüsse.
Dafür habe ich in der Hinsicht einfach noch zu wenig Erfahrung. Aber ich bin da optimistisch. Es sind einige Shootings mit Kay geplant. Vorrangig geht es mir allerdings um die Retusche. Ich möchte versuchen die Bilder so gut wie möglich nachzubearbeiten, ohne dass Hautstruktur und Gesichtsausdruck zu stark verfremdet werden und es unnatürlich aussieht.
Paris
Saint-Germain, Chaillot, Île Saint-Louis
Mein erster Besuch in der Stadt der Liebe. Ich hatte mich eigentlich immer gesträubt, mir die Metropole an der Seine anzusehen. Gibt es eine europäische Metropole, die mit noch mehr Kitsch und Klischees behaftet ist? Gut, Venedig vielleicht. Wie dem auch sei. Ich bereue keine einzige Minute, die ich in Paris verbracht habe.

Zugegeben es war nur ein Wochenend-Trip und trotzdem hat diese Stadt es geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Großartige Architektur, selbst in der kleinsten Gasse, fantastisches Essen und Einheimische, die einfach nur Gelassenheit und Wohlbefinden ausstrahlen.
London
Shoreditch, Westminster, Greenwich
Kann man diese Stadt überhaupt nicht lieben? Diese besondere Mischung aus europäischen und amerikanischen Einflüssen. Eine Stadt voller Geschichte und Traditionen, die man hier mit jedem Schritt erleben kann. Es war mal wieder ein Kurzbesuch, gebucht bei einem Kaffee-Anbieter. Perfektes Hotel in bester Lage direkt in Westminster. Zu sehen gab es reichlich. Zumal es für Caren, meine Freundin, erst das erste oder zweite Mal war. Klar gab es englisches Wetter, aber wen stört das, wenn alles Andere so überwältigend ist? Auf jeden Fall haben wir königlich gelebt, vor allem in Greenwich.

Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in der Stadt an der Themse.
Und den Übernächsten.
Ahrenshoop
Ahrenshooper Weststrand
Das Fischland-Darß, vor allem Ahrenshoop, ist für Caren und mich das Paradies auf Erden.

Vor allem die Künstlerkolonie, die so einen romantischen, entspannten Charme aussendet. Der Ahrenshooper Weststrand ist für mich ein ganz besonderer, fast magischer Ort. Unberührte Natur, gezeichnet von Wind und Wetter. Endlos scheint sich der Strand bis zum Ort Darß zu schlängeln. Die Wolken über der Ostsee zeigen eine melancholisch schöne Herbststimmung.
An keinem anderen Ort kann man so schön abschalten.
Irland
Galway, Connemara, Clonmacnoise
Unser erster Besuch auf der grünen Insel. Mit der Welt, die man aus der Werbung für eine irische Butter-Sorte kennt, hatte unser kleiner Rundtrip allerdings wenig zu tun. Ich hatte die Insel ganz anders erwartet. Erst wenn man das erste Mal mitten im Nirgendwo mit dem Auto haltmacht und vorbei an Schafherden querfeldein über moorige Wiesen läuft – erst wenn man ganz alleine ist mit sich und seiner Kamera, dann merkt man, wie Irland wirklich ist. Schon allein beim Schreiben bekomme ich Sehnsucht nach kleinen, versteckten Cottages, dem guten Essen und diesem besonderen Geruch. Eine Mischung aus Meeresbriese, saftigem Gras und Torf. Ein wunderbares Gefühl.
Ostsee
Ahrenshoop, Prerow, Darsser Ort
Happy Birthday, Caren. Zu ihrem runden Geburtstag sind wir zusammen mit unseren Freunden nach Ahrenshoop gefahren – unser friedliches Ahrenshoop. Wie man unschwer erkennt, ist das Wetter im Februar sehr wechselhaft. Mal Schnee und Eis, mal Sonne und Regen im Wechsel. Insgesamt eine tolle Woche in einem wunderbaren Haus direkt am Steilufer. Die Kaminabende und Strandspaziergänge tun Kopf und Verstand einfach nur gut. Diese Serie war übrigens meine Erste überhaupt. Der Experte wird es sehen. Keine weltbewegende Nachbearbeitung, nicht komplett stringent. Aber das muss sie auch nicht sein, denn es ist die Ostsee und der Darß.
Es ist, wie es ist – wunderbar beruhigend.
Soundsculptures
Experiment
Die Idee für dieses farbenfrohe Experiment haben Kay und ich uns bei Dentsu, einer Londoner Agentur, abgeschaut. Die hatten die Idee für einen Drucker-Hersteller entwickelt. Das Prinzip ist einfach: Man spanne eine Gummi-Membran über einen Lautsprecher, der für einen Moment mit einer speziellen Frequenz bespielt wird. Diese Frequenz versetzt die Farbe dann in Bewegung und lässt sie tanzen und wabern.

Es hat viel Zeit und unzählige Luftballons gekostet, bis wir die richtige Frequenz und das richtige Licht gefunden haben. Aber das Tüfteln hat sich gelohnt.